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Warum die bAV stagniert und welche Impulse jetzt notwendig sind

 13. Januar 2026   |    Constantin Behrschmidt

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Kurzzusammenfassung

Die aktuelle Deloitte‑Studie zeigt: Die betriebliche Altersversorgung in Deutschland stagniert, insbesondere in kleinen Unternehmen und bei Geringverdienern. Während die arbeitnehmerfinanzierte bAV kurzzeitig gewachsen ist, gehen die Teilnahmequoten inzwischen wieder zurück. Beschäftigte wünschen sich vor allem bessere Informationen, höhere Zuschüsse sowie flexible und renditestarke Produkte. Ohne zusätzliche politische Impulse wird die bAV kaum an Breite gewinnen.

Gefragt: neue Impulse für die bAV! Die Ergebnisse einer Deloitte‑Studie

Über die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung wurde in den vergangenen Wochen intensiv diskutiert. Ein Punkt eint jedoch nahezu alle Expertinnen und Experten: Die gesetzliche Altersversorgung braucht dringend eine stärkere Ergänzung durch betriebliche und private Vorsorge. Der betrieblichen Altersversorgung (bAV) kommt als zweiter Säule der Alterssicherung eine besondere Bedeutung zu. Doch wie steht es aktuell um die bAV?

Antworten liefert eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte, die seit 2017 jährlich die Entwicklungen in der bAV analysiert.

Mehr Stagnation als Fortschritt

Eine zentrale und wenig zufriedenstellende Erkenntnis der Studie: Die bAV stagniert seit mehreren Jahren. Besonders deutlich zeigt sich das bei der arbeitgeberfinanzierten bAV. Ihre Verbreitung verharrt konstant zwischen 45 und 50 Prozent. Wesentliche Merkmale und Strukturen haben sich in den vergangenen Jahren kaum verändert.

Ein anderes Bild zeigt sich bei der arbeitnehmerfinanzierten bAV (Entgeltumwandlung). Auch hier lagen die Teilnahmequoten lange stabil zwischen 20 und 25 Prozent. Zwischen 2020 und 2022 kam es jedoch zu einem deutlichen Anstieg auf 47 Prozent. Ausschlaggebend war vor allem das Betriebsrentenstärkungsgesetz von 2019 mit seinem verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss für eingesparte Sozialversicherungsbeiträge. Dieser Impuls ist inzwischen jedoch wieder abgeflaut: Die Teilnahmequote ist zuletzt leicht gesunken und liegt nun bei rund 40 Prozent.

Nachholbedarf im Mittelstand, Kommunikation bleibt Schwachstelle

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die betriebliche Altersversorgung in Deutschland weiterhin deutliche Lücken aufweist:

  • Die Gesamtverbreitung der bAV (arbeitgeber- und/oder arbeitnehmerfinanziert) stagniert seit Jahren.
  • Besonders große Versorgungslücken bestehen in kleinen Unternehmen sowie bei Beschäftigten mit niedrigerem Einkommen.
  • Der Informationsstand der Arbeitnehmer ist unzureichend: Nur 43 Prozent fühlen sich zur bAV ausreichend informiert, in kleineren Firmen (bis 49 Mitarbeitende) sogar nur 34 Prozent.
  • Steigende Lebenshaltungskosten engen die finanziellen Spielräume ein, insbesondere in unteren Einkommensgruppen geben viele an, sich eine bAV aktuell nicht leisten zu können.

Auch das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz II setzt zwar sinnvolle Impulse, etwa durch die Flexibilisierung des Sozialpartnermodells, wird aber als nicht ausreichend wahrgenommen. Rund 80 Prozent der Beschäftigten wünschen sich weitergehende politische Maßnahmen zur Stärkung der bAV.

Sicherheit, Rendite und Flexibilität: Was Beschäftigte wirklich wollen

Neben besserer Kommunikation erwarten Arbeitnehmer vor allem attraktivere Produktlösungen. Besonders gefragt sind Sicherheit, Rendite und Flexibilität. Bemerkenswert: Erstmals wurde eine gute Rendite häufiger als Garantien genannt.

Bei den bevorzugten Merkmalen von bAV‑Produkten liegen vorn:

  • unterschiedliche Auszahlungsoptionen (34 Prozent)
  • flexible Einzahlungsmöglichkeiten (22 Prozent)
  • Wahlmöglichkeiten bei der Geldanlage (20 Prozent)

Die Studie zeigt außerdem altersabhängige Unterschiede:

  • Jüngere Beschäftigte priorisieren den Vermögensaufbau und damit flexible Einzahlungen.
  • Ältere Arbeitnehmer legen größeren Wert auf flexible Auszahlungsmodelle.

Behrschmidt & Kollegen – Ihr kompetenter Prozesspartner bei bAV

Behrschmidt & Kollegen ist kompetenter Partner für Unternehmen als Arbeitgeber und für Beschäftigte, wenn es um Lösungen zur betrieblichen Altersvorsorge geht. Beide Seiten profitieren von unseren vielfältigen bAV-Leistungen.

Es ist uns dabei ein besonderes Anliegen, Personalverantwortliche und HR-Abteilungen bei der oft anspruchsvollen Umsetzung von bAV-Lösungen zu unterstützen und zu entlasten.

bAV Prozesspartner

Häufige Fragen zur betriebliche Altersversorgung Studie 2025

Sie zeigt eine seit Jahren stagnierende Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung, besonders in kleinen Unternehmen und bei Beschäftigten mit niedrigerem Einkommen.

Der Impuls durch den verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss von 2019 hat nachgelassen; gleichzeitig fehlen vielen Beschäftigten finanziellen Spielräume.

Vor allem mehr Information, höhere Zuschüsse, flexible Ein- und Auszahlungsoptionen sowie renditestärkere Produkte.

Die Bedürfnisse unterscheiden sich je nach Lebensphase: Jüngere legen Wert auf flexible Einzahlungen, Ältere eher auf variable Auszahlungsmodelle.

Die Studie bewertet es als guten Ansatz, aber nicht ausreichend, um die bestehenden Versorgungslücken zu schließen.



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